Aufmachen, einschalten, senden. KRITIS-KOM braucht keine SIM, keinen Tarif, keine Infrastruktur vor Ort. Die Technologie ist seit 30+ Jahren im professionellen Einsatz – bei NGOs in Katastrophengebieten, auf Hochsee-Yachten, in Botschaften und Behörden weltweit.
Bei Stromausfällen, Naturkatastrophen oder gezielten Angriffen fallen terrestrische Netze oft früh aus. Leitstellen, Verwaltungen und Krisenstäbe verlieren ihre Kommunikationsfähigkeit, Meldeketten werden unterbrochen.
PACTOR nutzt Kurzwellenfunk und benötigt keine lokale Infrastruktur wie Masten oder Glasfaser. Nachrichten können auch über große Entfernungen übertragen werden – unabhängig von der lokalen Schadenslage.
Satellitenkommunikation ist leistungsfähig, bleibt aber ein kommerzieller Dienst mit zentralen Abhängigkeiten. Auch können Cyberangriffe Satellitensysteme lahmlegen, wie der Ausfall des Boden-Managementsystems des KA-SAT-Netzes zu Beginn des russischen Angriffs am 24.02.2022 zeigte. Ebenso können Weltraumwetter oder geopolitische Eingriffe Systeme beeinträchtigen.
Kurzwellenfunk arbeitet ohne Raumsegment und ohne zentrale Betreiberstruktur. Einzelne Ausfälle können das System nicht vollständig unterbrechen. PACTOR bildet damit die tiefste technische Resilienzebene in einem mehrstufigen Kommunikationskonzept.
KRITIS-Vorgaben und Notfallpläne verlangen redundante Kommunikationswege.
KRITIS-KOM lässt sich als zusätzliche, unabhängige Ebene in bestehende Konzepte integrieren. Bestehende Systeme bleiben erhalten und werden gezielt ergänzt.
Digitale Datenübertragung über Kurzwelle mit hoher Robustheit gegenüber Störungen, schwachen Signalen und schwierigen Funkbedingungen. Im professionellen Umfeld seit Jahren im Einsatz.
Bedienung ähnlich einem E-Mail-Client. Nachrichten können strukturiert erstellt, priorisiert und dokumentiert werden.
Zugriff auf bestehende Netze wie zum Beispiel Winlink ist möglich. Für professionelle Anwendungen empfehlen wir den Aufbau dedizierter, kontrollierter Infrastruktur – zum Beispiel eigene Gateways oder Behördennetze.
Planung und Dimensionierung sind auf Standort, Einsatzszenario und Reichweitenanforderung abzustimmen.
Einsatzkoffer mit integrierter Stromversorgung und Antenne für mobile Einsatzkräfte und Ausweichstandorte.
Satelliten- und Mobilfunklösungen verursachen laufende Kosten und binden an Anbieter. Vertragsänderungen oder geopolitische Entwicklungen können Risiken darstellen.
KRITIS-KOM wird einmalig beschafft und ist anschließend dauerhaft nutzbar. Es entstehen keine nutzungsabhängigen Kommunikationskosten. Laufende Aufwände beschränken sich auf Wartung, Schulung und Übung.
Systeme, die nicht regelmäßig genutzt werden, sind im Ernstfall oft nicht einsatzfähig.
KRITIS-KOM ist einfach zu bedienen, nur kurze Schulungen sind erforderlich. Nicht allein auf die Verfügbarkeit kommt es an, sondern auch auf Einsatzfähigkeit im Krisenfall.
Vorder- und Rückseite des professionellen PACTOR-Modems: Status-LEDs für PACTOR-Mode (P1–P4), Audio, AUX, RPK, OVR, TFC ERR, RCV, PTT, CON, SND. Anschlüsse für TRX Control, TRX Audio, GND, GPS, USB-C 12–28 V, USB-A, LAN. Hergestellt von SCS in Deutschland und durch WiMo Antennen und Elektronik GmbH, Am Gäxwald 14, 76863 Herxheim, vertrieben.
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Hinter jedem KRITIS-KOM-Koffer stehen Menschen aus der Südpfalz.
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Ein Laptop – beispielsweise mit Winlink-Software – Funkgerät, Antenne, PACTOR-Modem, Stromversorgung über Batterie oder Generator (falls das Stromnetz ausgefallen ist). Dazu Mitarbeitende, die in die Arbeit mit Software und Funkgerät eingewiesen sind. Hier spielt unser PACTOR-Modem seine Stärke aus.
Das bedeutet: Man braucht einen „Funker", der einmalig die Technik aufbaut. Der Rest kann mit der Mailsoftware arbeiten, die so nah an Outlook ist, dass es nur wenig Schulung benötigt.
Mit PACTOR ist man regional, überregional und mit Zwischenstationen („Relais") sogar weltweit aufgestellt.
Der Laptop wird ebenfalls über die autarke Stromversorgung mitversorgt (Batterie). Es gibt passende Netzteile für 12 V auf USB-C zum Beispiel.
Für die Betriebsdauer des Kits ist die Kapazität der Batterie entscheidend: An ortsfesten Stationen kein Problem (eine Woche+ mit den entsprechenden Batterien); portabel mit kleineren Batterien lässt sich per Photovoltaik die Betriebszeit erhöhen – bis hin zu aufrollbaren Solarzellen.
WiMo bietet für jeden Anwendungsfall Lösungen – Station, Mobilfunk im Fahrzeug, portable Manpack-Lösungen. Falls der Laptop wirklich ausfällt, geht immer noch Sprechfunk.
Geeignet für:
Nicht geeignet für:
Satellitenlösungen sind leistungsfähig und komfortabel, aber abhängig von kommerziellen Betreibern. PACTOR-Funk benötigt keine zentrale Infrastruktur und kann unabhängig betrieben werden. Beide Systeme ergänzen sich sinnvoll.
Für Betreiber kritischer Infrastruktur wie Kommunen, Stadtwerke, Kliniken, Behörden, BOS-Organisationen und Industrieunternehmen mit hohen Anforderungen an Ausfallsicherheit – sowie alle Unternehmen, die unter die neuen KRITIS- und/oder NIS2-Bestimmungen fallen (Ist mein Unternehmen relevant?).
Je nach Einsatzszenario gelten unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen. Zum Teil sehen wir noch Bedarf an regulatorischer Klärung. Wir unterstützen bei der Auswahl und Umsetzung geeigneter Betriebsformen.
Bis zu ca. 10.500 bit/s auf Kurzwelle unter guten Bedingungen. Ausgelegt für zuverlässige Übertragung von Text- und strukturierten Daten – nicht für hohe Bandbreiten.
Die Übertragung kann durch zusätzliche Verfahren verschlüsselt werden. Die konkrete Umsetzung richtet sich nach den jeweiligen Sicherheitsanforderungen und regulatorischen Vorgaben.
Nach der Anschaffung entstehen keine nutzungsabhängigen Kommunikationskosten. Laufende Aufwände betreffen Wartung, Schulung und Übung – und sind überschaubar.
Typischerweise durch die jeweilige Organisation selbst oder in Zusammenarbeit mit Behördenstrukturen. Perspektivisch sind auch dedizierte Infrastrukturen für KRITIS-Anwendungen möglich.
Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sind bereits mit dem BOS-Digitalfunk ausgestattet. Für die KRITIS-Unternehmen wird das 450-MHz-Netz errichtet. Doch für eine erforderliche redundante Kommunikationsbefähigung ist die Auswahl möglicher Systeme klein.
Es gibt etwa die Anbieter Barret Communication (heute Motorola, USA / China) und Codan Communication (Australien). Zu nennen ist auch das VARA-Modem aus Spanien. Wer sich jedoch in einem Emergency-Szenario auf eine Lösung Made in Germany verlassen will, für den ist KRITIS-KOM erforderlich.
Ja, das beobachten wir in den Vorbereitungen auf den schlimmsten Fall, den Verteidigungsfall. Da will Deutschland technologisch weitestgehend unabhängig sein. Mit KRITIS-KOM und dem Hersteller WiMo gibt es eine All-in-One-Made-in-Germany-Lösung.
Nein. Sie ist bereits hundertfach und bewährt im Einsatz – etwa bei Seglern, NGOs und in der Katastrophenhilfe.